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2026 Krypto-Marktprognosen: BTC bei $150K? Funktionieren Equity Perps wirklich?

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ÜBERTRAGUNGSPROTOKOLL

2026 Krypto-Marktprognosen: BTC bei $150K? Funktionieren Equity Perps wirklich?

⚡️ TL;DR (Snippet Optimized)

  • Haseeb-Prognose: BTC überschreitet 2026 $150K, verliert aber Dominanz; Equity Perps sollen über 20 % des DeFi-Perp-Volumens ausmachen – wird aber stark bezweifelt.
  • ZachXBT-Enthüllung: Betrug durch gefälschten Coinbase-Support mit über 2 Mio. USD Schaden; Täter in Kanada identifiziert.
  • Uniswap-Arbitrage: 4.000 UNI (ca. $24K) verbrannt, um Assets im Wert von $39,5K zurückzuerhalten – Nettoprofit $14,5K. Zeigt kurzlebige Arbitrage-Chancen nach Gebührenabschaffung.

🎯 Why it Matters

Die Prognose-Diskussion für 2026 spiegelt den tiefgreifenden Wandel der Branche wider – vom Spekulationsrausch hin zu Infrastruktur und Compliance. Haseeb steht für die optimistische Erzählung, dass DeFi traditionelle Derivate verdrängen kann. Kritiker verweisen jedoch auf drei harte Grenzen: Liquiditätstiefe, Abrechnungsgeschwindigkeit und regulatorischen Druck.

Gleichzeitig zeigen Mo Shaikhs These vom „Labs-Aufkauf“ und Santiago Santos’ Fokus auf „Value Capture in der Application Layer“, dass die Zukunft jenen Protokollen gehört, die echte Cashflows generieren und regulatorisch tragfähig sind – nicht bloß narrative Tokens.

Der Fall von ZachXBT erinnert daran, dass Social Engineering weiterhin die größte Angriffsfläche bleibt, egal wie fortschrittlich die Technik ist. Und das Uniswap-Arbitrage-Beispiel offenbart, wie Informationsasymmetrien bei Protokoll-Upgrades kurzfristige Gewinne für Insider schaffen – während Retail-Nutzer leer ausgehen.

Auf Ökosystem-Ebene markiert Solanas PFOF-Forschung einen Reifegrad im MEV-Management, birgt aber auch Zentralisierungsrisiken. Die Institutionalisierung von Ethereum wird durch On-Chain-Daten gestützt (Validatoren-Warteschlange, Mainnet-Durchsatz), was zeigt: L1 und L2 ergänzen sich – sie stehen nicht im Wettbewerb.

🧠 Deep Dive: The Alpha

Equity Perps: Ideal vs. Realität

Haseebs Annahme beruht darauf, dass DeFi die Erfahrung von TradFi-Derivaten nicht nur kopieren, sondern übertreffen kann. Doch @MemeIndexers Kritik trifft den Kern:

  1. Fragmentierte Liquidität: Hyperliquid hat aktuell eine Open Interest von ~7,35 Mrd. USD – im Vergleich zu täglichen US-Aktienoptionshandelsvolumina im dreistelligen Milliardenbereich. Ohne zentrale Liquiditätspools führen große Orders zu massivem Slippage.
  2. Technische Grenzen: Aktienkurse ändern sich im Millisekunden-Takt. Die meisten L1/L2 erreichen keine finalen Bestätigungen unter 150 ms. Selbst Solana leidet unter TPS-Schwankungen, die zu verzögerten Liquidationen führen können.
  3. Defekte Ökonomie: Um Margin-Anforderungen zu decken, verlangen viele DeFi-Protokolle Funding Rates von 50–100 % APR – weit über den Overnight-Zinsen in TradFi. Das schreckt Langfristinvestoren ab.
  4. Regulatorische Offensive: Citadel und andere Market Maker drängen die SEC, DeFi-Equity-Derivate als nicht-registrierte Wertpapiere einzustufen. Erfolg hätte massive rechtliche Konsequenzen für Entwickler.

Institutionalisierung vs. Dezentralisierung: Zwei parallele Bahnen

Mo Shaikhs These enthüllt eine zweite Dynamik: Finanzinstitute agieren nicht mehr passiv, sondern integrieren aktiv. JPM und BlackRock wechseln von RWA-Piloten zu produktiven Angeboten. Visa und PayPal droht die Irrelevanz, falls sie on-chain nicht mitziehen. Folglich konzentriert sich der Wert auf zwei Arten von Akteuren:

  • Compliant Infrastructure (z. B. Ondo, Tokenized Treasuries)
  • Akquirierte Labs mit Kernkompetenzen, aber ohne Kapital/Lizenz

Santiago Santos betont zudem: Base Layers (wie ETH, SOL) fangen kaum Wert ein. Stattdessen profitieren Protokolle mit klaren Einnahmemodellen – etwa Hyperliquid durch Handelsgebühren. Ob Lighter diesen Pfad kopieren kann, bleibt fraglich.

Solanas PFOF: Effizienz gegen Vertrauen

@bqbradys Analyse zeigt: Solana-Wallets nutzen TPUs (Transaction Processing Units), um Latenz zu senken – doch die Tip-Gebühren variieren stark. Nozomi verlangt p99 bis zu $3,25, Jito nur $0,20. Konsequenzen:

  • Wallets/DEXs monetarisieren heimlich den Order Flow – analog zu Robinhoods PFOF-Modell
  • Neue Nutzer zahlen unbeabsichtigt höhere Slippage, wenn sie ineffiziente Router nutzen

Das steigert zwar die Ökosystem-Einnahmen, widerspricht aber dem DeFi-Ideal der „Trustlessness“ und weckt Bedenken über zunehmende Zentralisierung.

💬 Q&A: Key Insights

  • Q: Warum sind Equity Perps in DeFi unrealistisch?

    • A: Wegen 15-mal günstigerer Spreads in TradFi, unzureichender Abrechnungsgeschwindigkeit (<150 ms), extrem hoher Haltekosten (50–100 % APR) und regulatorischem Druck durch Citadel & Co.
  • Q: Wie bewertet man Investitionsmöglichkeiten für 2026?

    • A: Fokus auf DeFi-Bluechips mit echten Einnahmen, Buybacks und Compliance-Pfad (z. B. Hyperliquid). Narrative-Tokens meiden. Zudem: Vorsicht vor Social-Engineering – niemals auf „offizielle Support“-Nachrichten hereinfallen.
  • Q: Können normale Nutzer an Uniswap-Arbitrage teilnehmen?

    • A: Praktisch unmöglich. Die Chance erfordert tiefes Smart-Contract-Verständnis, Low-Latency-Execution und Gas-Optimierung. Ohne Tools und Insider-Wissen drohen Slippage-Verluste oder fehlgeschlagene Transaktionen.
  • Q: Welche Auswirkungen hat Solanas PFOF auf Nutzer?

    • A: Möglicherweise höhere Slippage, besonders wenn Wallets standardmäßig teure Router wie Nozomi nutzen. Empfehlung: Manuell günstige Optionen wie Jito wählen oder transparente Wallets verwenden.

📊 Data Points & Citations

  • Source: BlockBeats Redaktion, 30. Dezember 2025
  • Key Stat: Hyperliquid Open Interest +4 Mrd. USD in 24h → Gesamt-OI bei 7,35 Mrd. USD
  • Key Stat: Ondo xTSLA On-Chain-Liquidität nur ~7.000 USD, realer Slippage bei 45 %
  • Key Stat: ZachXBT identifizierte Betrug im Wert von über 2 Mio. USD

🚦 Market Verdict

  • Outlook: Neutral (strukturelle Chancen vorhanden, aber insgesamt vorsichtig)
  • Risk Level: Medium (hohe regulatorische Unsicherheit, anhaltendes Betrugsrisiko)

Disclaimer: Not financial advice. DYOR.